Fertilitätsprotektion - Was ist das?

 

Unter Fertilitätsprotektion versteht man die Anwendung von Methoden zum Schutz der Fruchtbarkeit einer Person vor einer geplanten Therapie.

 

Fruchtbarkeit der Frau

Anders als bei Männern, die eine kontinuierliche Spermienproduktion über die gesamte Lebensspanne aufweisen, besitzen Frauen von Geburt an nur einen bestimmten Vorrat an Eizellen. Im Eierstockgewebe befindet sich ein „Pool“ von mehreren 100.000 unreifen Eizellen, die sich nicht vermehren können, sondern aus denen sich monatlich zur Zyklusmitte ein befruchtungsfähiges Ei entwickelt. Hierbei wird langsam der Pool verbraucht, bis im Alter von durchschnittlich 51 Jahren die sogenannte Menopause (letzte Menstruation) eintritt.

Jede äußere Einwirkung, die den Verlust von Eizellen beschleunigt (z.B. Rauchen, Bestrahlung, Chemotherapie) hat zur Folge, dass die Dauer der fruchtbaren Lebensphase abnimmt und die Wechseljahre vorzeitiger als erwartet eintreten. Dieser Prozeß kann zu einer eingeschränkten Fertilität oder auch Unfruchtbarkeit der Frau führen. 

Fruchtbarkeit des Mannes

Im Unterschied zur Frau sind die Keimzellen des Mannes in der Lage, sich durch Zellteilung ständig zu erneuern. Solange gesunde Keimzellen vorhanden sind, können diese neue Spermien produzieren.

Durch äussere Einwirkungen wie z.B. Bestrahlungen oder Chemotherapien zur Behandlung von Krebserkrankungen können die Spermien bildenden Keimzellen des Mannes zerstört werden. Dieser Prozeß kann zu einer eingeschränkten Fertilität oder auch Unfruchtbarkeit des Mannes führen. 

 

Zum Schutz der Fruchtbarkeit stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, die je nach geplanter Behandlung kombiniert werden können. Entsprechende Informationen finden Sie hier.